Schweiz
Gesellschaft & Politik

Der Nationalrat sagt dem Japankäfer den Kampf an

Der Nationalrat sagt dem Japankäfer den Kampf an

12.12.2024, 13:4312.12.2024, 13:43

Der Nationalrat pocht auf verstärkte Forschungsaktivitäten sowie dringliche und wirksame Massnahmen, um den invasiven Japankäfer in der Schweiz zu bekämpfen. Er hat dazu eine Motion von Alex Farinelli (FDP/TI) angenommen, mit 122 zu 63 Stimmen.

Popillia japonica (Japankäfer)
So sieht der Japankäfer aus.Bild: Shutterstock

Es sei der Moment, um Forschung voranzutreiben, sagte Farinelli am Donnerstag im Rat. Der Japankäfer sei vor sieben Jahren erstmals in der Schweiz aufgetreten und breite seither sich sehr schnell aus, trotz Gegenmassnahmen. «Es wäre gut, Massnahmen zu haben, um dieses Problem mindestens zu begrenzen.»

Landwirtschaftsminister Guy Parmelin räumte die extreme Gefährlichkeit des Käfers für landwirtschaftliche Kulturen und Wälder ein, war aber gegen die Motion. Der Bund koordiniere die Bekämpfungsmassnahmen und trage bis zu 75 Prozent der Kosten der Kantone. Eine nachhaltige Bekämpfung sei aber schwierig.

Es gebe mittlerweile mehrere Populationen des Käfers in der Schweiz, führte Parmelin aus. Zeit gewonnen werden könne mit den seit 2028 ergriffenen Massnahmen, darunter Forschungsprojekte. Der Bund wolle alles tun, um die Verbreitung des gefrässigen Käfers, der sich von rund 300 Pflanzenarten ernähre, so weit als möglich zu verhindern.

Die Motion geht nun an den Ständerat. (dab/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Trump, Selenskyj, Handelsstreit – und Parmelin am Galadinner: Der G7-Gipfel in 7 Punkten
Der Club der grossen westlichen Industriestaaten hat ein konfliktreiches Gipfelprogramm – und einen sehr sichtbaren Elefanten im Raum. Was ist Evian besprochen wird.
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran gilt als gutes Omen für das G7-Gipfeltreffen in Evian-les-Bains am Genfersee. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz gratuliert beiden Seiten, also auch dem Regime in Teheran. Andere westliche Verantwortliche gehen nicht so weit. Viele drücken dagegen die Sorge aus, dass Israel unter Ministerpräsident Benjamin Netanyahu seine Luftangriffe auf den Libanon fortsetzen und die fragile Einigung gefährden könnten.
Zur Story